Ausrüstung

Die Sternwarte

Seit Sommer 2008 beobachte ich aus einer Pro-Dome Kuppel, die ich gebraucht erworben haben. Sie wurde gründlich überholt und auf einer Holzkonstruktion aufgestellt. Die Kuppel hat einen Durchmesser von 3 m, das Öffnen und das Drehen erfolgt durch elektrische Antriebe.

In der Mitte befindet sich eine mit Stahl verstärkte Betonsäule von 30 cm Durchmesser. Das Fundament der Säule in der Erde hat ein Volumen von ca. einem Kubikmeter, die Säule ist nicht mit dem Boden der Sternwarte verbunden.

 Eine ausführliche Beschreibung zum Aufbau einschließlich der Säule befindet sich unter “Bau der Sternwarte”.  

Teleskope

Zum Beobachten und zum Fotografieren verwende ich zur Zeit folgende Ausstattung (s. auch obenstehende Bilder):

Ein Meade RCX 400 - Teleskop mit 12’’ Öffnung bei f/8. Die Gabelmontierung befindet sich auf einer selbst angefertigten Polhöhenwiege, die sehr stabil ist und sich sehr genau einstellen lässt. Durch verschiedene
bauliche Veränderungen und Maßnahmen an der Gabel und einer Stahl-Betonsäule von 30 cm Durchmesser funktioniert die Nachführung bei Langzeitaufnahmen trotz der Nähe einer Eisenbahnlinie sehr ordentlich. U. a. habe ich in den östlichen Gabelarm durch Einbringen von Zusatzgewichten ein Ausgleich für den Dec-Antrieb im anderen Gabelarm geschaffen.
 
Ein 4 Zöller Refraktor Borg 101 ED mit 640 mm Brennweite, der CCD Aufnahmen mit größeren Gesichtsfeldern ermöglicht oder zum Nachführen bei Aufnahmen mit dem RCX 400 dient.

Ein Coronado PST mit 40 mm Durchmesser und 400 mm Brennweite zur Sonnenbeobachtung im H-Alpha Licht.
 

Kameras

Ich verwende seit 2009 eine Canon EOS1000D Spiegelreflexkamera für den Normalgebrauch und für astronomische Aufnahmen. Für 115,00 € habe ich den Infrarotsperrfilter ausbauen lassen. Der Umbau hat sich gelohnt, ich bin sehr zufrieden mit der Kamera.

Zur Nachführung setze ich eine ALCCD 5.2 mit 795 x 596 Pixeln ein. Sie wird für die Nachführung ungekühlt betrieben.  

 Als Software für die Aufnahmen arbeite ich mit AstroArt, Fitswork und Photoshop CS3.
 

 

Aufnahmetechnik und Bildverarbeitung

Bei Aufnahmen lichtschwacher Objekte mit dem Meade 12 ‘’ Teleskop arbeite ich in der Regel mit der ALCCD 5.2 als Autoguider am 4’’ Borg Refraktor. Durch Einsatz eines Intes Reducers 0,8 kann die Brennweite des Meade Teleskops von 2438 mm auf 1950 mm herabgesetzt werden, am Borg Refraktor wird für das Autoguiden die Brennweite durch Einsatz einer 2x Barlowlinse von 640 mm auf 1280 mm erhöht. Damit funktioniert die Nachführung ganz ordentlich. Sie wird über die Software von AstroArt und Ascom gesteuert. Allerdings steht u. a. aufgrund des kleinen Gesichtsfeldes für das Autoguiden nicht immer ein geeigneter Leitstern zur Verfügung. In diesem Fall wird der Borg Refraktor durch Drehen an den Justierschrauben in seiner Halterung entsprechend verstellt. Als Belichtungszeiten werden meistens Zeiten zwischen 4 und 10 Minuten gewählt, wobei insbesondere bei Galaxien so viel Aufnahmen gemacht werden, dass Gesamtbelichtungszeiten von mindestens einer Stunde erreicht werden. Die Steuerung des Teleskops einschließlich der Kameras kann auch über WLAN aus dem warmen Wohnzimmer erfolgen. Davon wird vorwiegend in der kalten Jahreszeit Gebrauch gemacht.

Bei großflächigen Objekten wird der Borg Refraktor mit der Canon EOS bestückt, wobei die Brennweite von 640 mm durch den Reducer auf 500 mm reduziert werden kann. Ein Autoguiden ist bei diesen Brennweiten nicht erforderlich.

Die Bildverarbeitung erfolgt vorwiegend mit Fitswork, Astroart und Photoshop CS3. Nach einem Dunkelbildabzug mit Fitswork (falls erforderlich) werden die Bilder in Astroart im FITS Format in den einzelnen Farben R, G, B und L gestapelt und gemittelt und anschließend im TIFF-Format gespeichert und mit CS3 nach dem LRGB - Verfahren weiter verarbeitet.

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